Interview mit Pfarrerin Wiebke Range

Am 28. September feiert unsere Gemeinde das 25-jährige Ordi- nationsjubiläum von Pastorin Wiebke Range in der ev. Kirche „Zum guten Hirten“. 25 Jahre im geistlichen Dienst! Das ist ein Grund zum Innehalten, Nach- denken und Erzählen.

Frau Range, wann und wo wurden Sie ordiniert?
Am 03.09.1989, dem 15. Sonn- tag nach Trinitatis wurde ich in der St. Petri Kirche in Wester- stede ordiniert, wo ich früher getraut worden war.

Für einen Menschen aus der Großstadt ist dieser Beruf alles andere als üblich. Woher kam der Wunsch Pastorin zu wer- den?
Ich bin in das Kirchenleben hineingewachsen. Als Kinder- gottesdienstkind habe ich an- gefangen, dann habe ich als Kindergottesdiensthelferin mit- gemacht, später als ehrenamt- liche Mitarbeiterin. Mich faszi- nierten die liturgischen Vor- gänge im gottesdienstlichen Leben und die Talare mit Hals- krause und Stola, die den spiri- tuellen Festcharakter betonten. Bei der Zusammenkunft mit den Gemeindegliedern habe ich er- lebt, wie wichtig die Kommu- nikation mit Menschen ist, und dass sie mir zugehört haben. Nichts anderes lockte mich, 

an Kariere dachte ich nicht, ich wollte Gemeindepastorin werden.

Wo waren Sie in dieser Amtszeit tätig?
Ich studierte in Hamburg und Erlangen. Durch die Heirat kam ich in die Oldenburgische Kirche. Die ersten 19 Jahre im Amt war ich in Delmenhorst und Umgebung tätig. Seit 6 Jahren bin ich Pastorin in Damme.

Gab es Momente in Ihrem Leben, wo Sie den Beruf wechseln wollten?
Nein. Den Beruf wechseln würde heißen, nicht Pastorin zu sein. Und das entspricht nicht meiner Vorstellung über das Leben und Arbeiten, weil es um mehr als nur um den Beruf geht.

Wie haben Sie den Unter- schied zwischen den großen Gemeinden, wo Sie Dienst leisteten, und einer kleinen Gemeinde wie unsere em- pfunden?
Der Kontrast ist groß, aber die Arbeit ist reizvoll. Bestimmte Dinge fehlen mir, manches läuft anders ab als ich es ge- wohnt war, aber die Gemeinde mischt mit, die Menschen sind nett und hilfsbereit.

Wie sind die Pläne für die Zukunft?
Ich bin für alles offen. Es ist wichtig, besonders dann, wenn beide Eheleute im pastoralen Dienst stehen. Alles ist offen.

Wir danken Frau Range für das Interview und wünschen ihr viel Mut und Kraft weiterzu- machen, in diesem schweren, schönen Dienst.

 



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